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Angebote für Kauf von DRK-Kliniken werden geprüft

Bei der insolventen DRK-Krankenhausgesellschaft Thüringen-Brandenburg haben mehr als fünf Interessenten verbindliche Angebote für den Kauf der vier Kliniken in beiden Bundesländern eingereicht.

Sie sollen in den nächsten Tagen geprüft werden, teilte der vorläufige Sachwalter des Klinikbetreibers, Rainer Eckert, am Mittwoch mit. Ziel sei es, das Insolvenzverfahren noch im ersten Halbjahr zu beenden.

Der Klinikträger, der sich seit Mitte Dezember in Insolvenz in Eigenverwaltung befindet, will die Häuser in Bad Frankenhausen, Sondershausen, Sömmerda (Thüringen) und Luckenwalde (Brandenburg) möglichst als Gesamtpaket verkaufen.

Harte Einschnitte in Bad Frankenhausen

Bei der Sanierung drohen vor allem dem Standort Bad Frankenhausen harte Einschnitte. Er soll nach bislang bekannt gewordenen Plänen der Betreiber von einem Krankenhaus zu einer Art Praxisklinik mit Notfallbehandlung zusammenschrumpfen. Etwa die Hälfte der ursprünglich gut 200 Beschäftigten würde den Job verlieren. Das Millionendefizit in Bad Frankenhausen war nach Angaben der Gesellschaft Grund für das Insolvenzverfahren.

Das kleine Krankenhaus hatte 2017 einen Verlust von 5,5 Millionen Euro eingefahren - bei einem 7-Millionen-Euro-Defizit der gesamten Klinikgruppe. Über mögliche Einschnitte an den anderen Standorten verlautete bislang nichts.

Quelle: dpa