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cdgw - Hessing Stiftung und Iqvia Commercials gewinnen Zukunftspreis 2019

Für die Einführung einer KI-basierten OP-Planungsplattform haben die Orthopädischen Fachkliniken der Hessing Stiftung zusammen mit der europäischen Datenaustauschplattform ODN des Analytik-Anbieters Iqvia Commercials den Zukunftspreis des Clubs der Gesundheitswirtschaft (cdgw) erhalten.

Dass zwei Bewerber den renommierten Zukunftspreis der Gesundheitswirtschaft gewinnen, der seit 2008 im Rahmen des jährlichen Wettbewerbs des Clubs der Gesundheitswirtschaft in Berlin verliehen wird, kommt selten vor. Dennoch hat die Jury – bestehend aus persönlich eingeladenen Gästen des Präsidiums und den cdgw-Mitgliedern – exakt die gleiche Anzahl Stimmen für beide Wettbewerbsbeiträge vergeben. Dementsprechend lang war der Applaus der rund 100 Gäste des cdgw am Abend des 9. Oktober 2019. Die beiden Gewinner setzten sich gegen vier weitere Bewerber durch. „Gleichwohl haben selbst diese, ebenso wie die nicht in die engere Auswahl gelangten Projekte, eigentlich ebenfalls einen Preis verdient", betonte cdgw-Präsident Peter Herrmann auf der diesjährigen Veranstaltung.

Die Orthopädischen Fachkliniken der Hessing Stiftung mit Sitz in Augsburg haben den Zukunftspreis für die Einführung einer KI-basierten Plattform für die OP-Planung in ihren Kliniken gewonnen. „Bis es zur eigentlichen OP kommt, sind sehr oft viele manuelle Schritte notwendig – Planungsdifferenzen und Überstunden und eine nicht optimale Auslastung der teuren Ressourcen im Operationssaal ist die Folge", erläutert Juliana Akgül, die Preisträgerin und persönliche Referentin des Direktors der Hessing Stiftung. Mit der Einführung einer KI in den Orthopädischen Fachkliniken dagegen werde die Prozessplanung jetzt automatisiert. Realisiert wird sie mit Hilfe eines Verbundes aus Algorithmen: Regelbasierte Systeme und neuronale Netze bestimmen die Rahmenbedingungen für jede OP, die dann in evolutionären Algorithmen zu einem bestmöglichen OP-Plan zusammengesetzt werden. So optimiert die KI nicht nur alle für eine Operation notwendigen Ressourcen, sondern kann auch ad-hoc zu planende Notfälle, notwendige Pufferzeiten sowie die tatsächliche Dauer einer OP berechnen.

Der zweite Gewinner, Dr. Thorsten Dusberger von Iqvia Commercials, hat den cdgw Zukunftspreis für den Aufbau eines Datenaustausch-Netzwerks zur Behandlung von Krebspatienten erhalten. „Das Onkologie-Datennetz (ODN) ist die erste länderübergreifende europäische Initiative dieser Art. Sie zeigt, wie Krebsmedikamente nahezu in Echtzeit eingesetzt werden", so Thorsten Dusenberger bei der Preisverleihung. Dabei handelt es sich um eine kollaborative, vollständig DSGVO-orientierte europäische Datenaustauschplattform, die innerhalb von 24 Stunden für jeden Teilnehmer qualitativ hochwertige, relevante Informationen liefert. „120 Krankenhäuser in sieben Ländern sind bereits dem Netzwerk beigetreten", berichtet der stolze Gewinner des Zukunftspreises. Für cdgw-Präsident Peter Herrmann dürfte das zentrale Anliegen des jährlich verliehenen Zukunftspreises – Innovative Ideen und Projekte aus der Gesundheitswirtschaft mit potenziellen Anwendern zusammenzubringen, sodass neue Projekte sichtbar werden und die Branche sich stetig weiterentwickelt – damit auch in diesem Jahr wieder voll erfüllt worden sein.

Über den cdgw - Club der Gesundheitswirtschaft

Der cgdw verleiht den Zukunftspreis Gesundheitswirtschaft seit 2008. Er versteht sich selbst als Netzwerk für Führungskräfte in der Gesundheitswirtschaft und möchte die Interessen der Branche in die Öffentlichkeit tragen. Zurzeit gehören rund 80 Kliniken, Klinikgruppen und Unternehmen mit insgesamt 150 Entscheidern aus der Gesundheitswirtschaft dem cdgw an. Im Präsidium sitzen kma Herausgeber Prof. Dr. Axel Ekkernkamp (Ärztlicher Direktor und Geschäftsführer des Unfallkrankenhauses Berlin), Peter Herrmann, (Geschäftsführer passion4health GmbH), Holger Dettmann (Geschäftsführender Gesellschafter eptima GmbH) sowie Alois Steidel (CEO der KMS Vertrieb und Services AG).

Quelle: Martin Kucera