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Regiomed wird Jahr mit 22 Millionen Euro Verlust abschließen

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO legte dem Aufsichtsrat einen ersten Zwischenbericht zum Jahresabschluss 2018 vor. Demnach wird der Jahresverlust bei 22 Millionen Euro liegen.

Die Wirtschaftsprüfer verwiesen in diesem Zusammenhang auf den Wirtschaftsplan 2018, der einen Gewinn in Höhe von 5 Millionen Euro auswies. Der Plan wurde um über 27 Millionen Euro verfehlt. „Es ist gut, dass jetzt alle Themen auf dem Tisch sind und wir nun nach vorne blicken können", so Aufsichtsratsvorsitzender Hans-Peter Schmitz. „Für 2019 rechnen wir mit einem Verlust von 14,7 Millionen Euro", so der Hauptgeschäftsführer zum neuen Wirtschaftsplan.

Die Prognose konnte auf Grundlage der Ist-Zahlen der ersten vier Monate des Jahres sehr valide geplant werden. Des Weiteren wurde ein erster Fünfjahresplan vorgestellt. Demnach rechnet Regiomed spätestens 2023 wieder mit schwarzen Zahlen. „Wir müssen den Sanierungs- und Konsolidierungskurs nachhaltig gestalten. Schnelle Erfolge bringen uns in dieser Situation wenig", so Schmidtke.

„Kein Zweifel an kommunaler Trägerschaft"

Die Gesellschafter haben sich gestern in der Gesellschafterversammlung darauf verständigt, in den nächsten Wochen Ihren Gremien einen Betrauungsakt für Regiomed vorzustellen und diesen zur Beschlusslage zu bringen. Dieser ist Voraussetzung, um Regiomed in der anstehenden Sanierungsphase zu stützen. „Es gibt keinen Zweifel daran, dass wir als Gesellschafter an der kommunalen Trägerschaft festhalten wollen", so die Landräte Hans-Peter Schmitz und Christian Meißner als Vorsitzende des Aufsichtsrats und der Gesellschafterversammlung.

Ein interner Lenkungsausschuss und eine Arbeitsgruppe Wirtschaftliche Sanierung werden nun die notwendigen Sanierungsmaßnahmen und Konsolidierungsprojekte begleiten, monitoren und gegebenenfalls weitere Gegensteuerungsmaßnahmen einleiten. Die Kliniken und Einrichtungen haben zwischenzeitlich entsprechende Maßnahmenpakete erarbeitet, die sich bereits in der Umsetzung befinden.

Quelle: Regiomed