Neuer Qualitätskongress Gesundheit 2026 – Wie lässt sich Qualität unter Druck sichern?

Wie können Krankenhäuser trotz Kostendruck und Fachkräftemangel eine hochwertige Versorgung sichern? Der Neue Qualitätskongress Gesundheit 2026 bringt in Berlin Fachleute zusammen, um über Krankenhausreform, Personal und KI zu diskutieren. Krankenhäuser stehen vor einem schwierigen Spagat: Sie sollen wirtschaftlich stabil arbeiten, Personal halten und gewinnen, die Digitalisierung vorantreiben – und zugleich eine sichere, hochwertige Versorgung gewährleisten. Wie sich diese Anforderungen zusammenbringen lassen, ist eine der zentralen Fragen des Neuen Qualitätskongresses Gesundheit. Unter dem Leitmotiv „Veränderung als Chance – Versorgung neu denken“ treffen sich am 12. und 13. November 2026 Fach- und Führungskräfte aus Gesundheitswesen, Politik, Selbstverwaltung, Krankenkassen und Wissenschaft in Berlin. Im Mittelpunkt steht nicht allein die Frage, welche Veränderungen notwendig sind, sondern auch, wie sie in der Versorgungspraxis umgesetzt werden können. Die Veranstalter setzen auf den Austausch über konkrete Lösungsansätze und darauf, erfolgreiche Modelle zu skalieren. Zu den übergreifenden Themen zählen die Krankenhausreform, die Finanzierung des Gesundheitswesens, Patientensicherheit, Fachkräftemangel, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz. Auftakt mit Krankenhausreform und Kostendruck Der Kongress beginnt am Donnerstag, 12. November, mit der Eröffnung durch Dr. Iris Hauth, Vorsitzende von Gesundheitsstadt Berlin e.V., und Katja Kohfeld, Staatssekretärin im Bundesministerium für Gesundheit. Die Eröffnungs-Keynote hält Prof. Dr. Dr. Nikola Biller-Andorno von der Universität Zürich. Unter dem Titel „No Longer Patient: Qualität und demokratische Teilhabe im lernenden Gesundheitssystem?“ geht es um die Rolle von Patientinnen und Patienten in einem Gesundheitssystem im Wandel. Anschließend diskutiert ein Eröffnungspanel unter der Überschrift „Die Quadratur des Kreises“ das Spannungsfeld zwischen Krankenhausreform, Kostendruck und Qualität. Auf dem Podium sitzen unter anderem Vertreterinnen und Vertreter von Krankenkassen, Krankenhausmanagement, Kassenärztlicher Bundesvereinigung und Wissenschaft. Damit rückt gleich zu Beginn eine Kernfrage des Kongresses in den Mittelpunkt: Wie lassen sich strukturelle Veränderungen so gestalten, dass Versorgungsqualität und Patientensicherheit nicht hinter wirtschaftlichen Zwängen zurückstehen? Der Kongress stellt aktuelle gesundheitspolitische Reformfragen neben konkrete Herausforderungen aus dem Klinikalltag. Entscheidend wird sein, ob der Dialog zwischen Politik, Kostenträgern, Wissenschaft und Versorgungspraxis Ansätze hervorbringt, die sich nicht nur diskutieren, sondern auch umsetzen lassen. Quelle: Theresa Koch