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		<title>Prof. Dr. Marc Baenkler übernimmt Führung der CORIUS Group</title>
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		<dc:creator><![CDATA[supervisor]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Sep 2026 09:44:35 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Der europäische Klinik- und Praxisverbund CORIUS Group besetzt seine Führungsspitze neu: Zum 1. September 2026 hat Prof. Dr. med. Marc Baenkler, MHBA, die Position des CEO übernommen. ]]></description>
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									<p>Der europäische Klinik- und Praxisverbund CORIUS Group besetzt seine Führungsspitze neu: Zum 1. September 2026 hat Prof. Dr. med. Marc Baenkler, MHBA, die Position des CEO übernommen.</p><p>Der 46-jährige Mediziner und erfahrene Healthcare-Manager, der zuletzt die deutsche Sparte des Reha-Riesen MEDIAN leitete, verantwortet damit künftig die strategische und operative Entwicklung des dermatologischen sowie phlebologischen Versorgungsnetzwerks.</p><p><strong>Expertise aus Akut- und Rehabilitationssektor</strong></p><p>Mit Marc Baenkler gewinnt die CORIUS Group einen Manager, der die operativen Fallstricke verschiedener Sektoren des Gesundheitswesens kennt. Seine Laufbahn ist eng mit der Helios Kliniken Gruppe verknüpft, in der er unter anderem das Universitätsklinikum Wuppertal steuerte und später als Regionalgeschäftsführer Nord ein Netzwerk von Akutkrankenhäusern verantwortete.</p><p>Zuletzt hielt er als CEO Deutschland bei MEDIAN die operative Gesamtverantwortung für rund 17.000 Mitarbeitende. Nach seinem Wechsel in das Advisory Board von MEDIAN im Sommer 2026 folgt nun der Schritt in den ambulanten Sektor. Baenkler bringt eine fundierte Doppelqualifikation mit: Neben dem Medizinstudium an der FAU Erlangen-Nürnberg hält er einen Master of Health Business Administration (MHBA).</p><p><strong>Digitalisierung und KI als operative Hebel</strong></p><p>Ein zentraler Schwerpunkt der neuen Führung liegt auf der technologischen Transformation des Netzwerks. Baenkler plant, digitale Prozesse und insbesondere KI-basierte Anwendungen tiefer in den klinischen und administrativen Alltag zu integrieren. Ziel ist es, durch automatisierte Unterstützung Freiräume für die medizinischen Teams zu schaffen und gleichzeitig die Versorgungsqualität zu erhöhen.</p><p>„Ich möchte die Möglichkeiten neuer Technologien und insbesondere KI-basierter Anwendungen nutzen, wenn sie einen konkreten Mehrwert für die Versorgung und für unsere Mitarbeitenden schaffen.“</p><p>Dabei verfolgt er einen nutzenorientierten Ansatz: Wachstum soll bei CORIUS künftig noch stärker mit einer effizienten Vernetzung der Standorte und einer modernen Infrastruktur einhergehen.</p><p><strong>Brückenschlag zwischen Management und Wissenschaft</strong></p><p>Bemerkenswert an Baenklers Profil ist die fortgeführte akademische Tätigkeit. Seit 2021 hält er eine Professur für Krankenhausmanagement an der Medical School Hamburg (MSH). In seiner Forschung befasst er sich intensiv mit strategischer Planung, Prozessmanagement und der Gewinnung internationaler Fachkräfte – Themen, die für die Skalierung eines fachärztlichen Netzwerks wie der CORIUS Group von hoher Relevanz sind.</p><p>„Entscheidend ist für mich, Wachstum und Weiterentwicklung immer mit einem konkreten Nutzen für die medizinische Versorgung zu verbinden. CORIUS verfügt bereits über ein starkes Netzwerk und viel medizinische Expertise. Darauf möchte ich gemeinsam mit den Teams aufbauen“, betont der neue CEO.</p><p><strong>Fokus auf nachhaltige Plattform-Entwicklung</strong></p><p>Mit dem Wechsel an der Spitze signalisiert die CORIUS Group eine Phase der Konsolidierung und des technologischen Ausbaus. Baenkler wird das Netzwerk aus Praxen und Kliniken in Europa weiterentwickeln, wobei die Verknüpfung von medizinischer Qualität mit schlanken, digitalen Versorgungsstrukturen im Vordergrund stehen dürfte. Für Klinik-Entscheider bleibt spannend zu beobachten, wie Baenkler seine Erfahrungen aus dem stationären Management auf die ambulante Facharzt-Plattform überträgt.</p><p>Corius Group/HCM, 08.09.2026</p><p> </p>								</div>
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		<title>Digitale Patientensteuerung &#8211; Ein Flickenteppich aus Kassen-Apps?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[supervisor]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Sep 2026 09:42:12 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Wer soll Patientinnen und Patienten künftig digital zum passenden Arzt lotsen? Die einzelne Krankenkasse per App oder eine zentrale Plattform rund um die 116 117? Die KBV warnt vor einem Flickenteppich aus bis zu 90 verschiedenen Insellösungen. Und wer haftet eigentlich, wenn die digitale Ersteinschätzung danebenliegen sollte?]]></description>
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									<p>Wer soll Patientinnen und Patienten künftig digital zum passenden Arzt lotsen? Die einzelne Krankenkasse per App oder eine zentrale Plattform rund um die 116 117? Die KBV warnt vor einem Flickenteppich aus bis zu 90 verschiedenen Insellösungen. Und wer haftet eigentlich, wenn die digitale Ersteinschätzung danebenliegen sollte?</p><p>Die SBK hat die KBV-Lösung in ihre App integriert und geht damit für ihre Versicherten keine Kompromisse ein. Unabhängig davon, wie das gesundheitspolitische Berlin entscheiden sollte.</p><p>Die SBK hat die KBV-Lösung in ihre App integriert und geht damit für ihre Versicherten keine Kompromisse ein. Unabhängig davon, wie das gesundheitspolitische Berlin entscheiden sollte.</p><p>Spätestens seit Anfang dieses Jahrzehnts ist landläufig bekannt, dass einerseits Krankheitssymptome innerhalb weniger Stunden – beispielsweise über Nacht – auftreten können und dass man andererseits mit manchen dieser Symptome nicht unbedingt Zeit in einem vollgestopften hausärztlichen Wartezimmer verbringen sollte. Eine Ersteinschätzung per App mit anschließender Terminvermittlung auf Knopfdruck scheint die für alle Seiten beste Lösung darzustellen. Ein weiterer Vorteil ist, dass durch die sogenannte digitale Patientensteuerung Menschen schneller in die passende Versorgungsebene befördert werden können. Soweit die Theorie.</p><p>Strittig ist nämlich, welche Infrastruktur dafür schlussendlich sorgen soll. Während der GKV-Spitzenverband auf die App-Lösungen der einzelnen Krankenkassen setzt, fordert die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) eine zentrale Plattform, die auf dem Ökosystem um die 116 117 basiert. Im gleichen Atemzug warnt sie vor bis zu 90 unterschiedlichen Zugangswegen und einem möglichen Chaos für Patientinnen und Patienten. KBV-Chef Andreas Gassen warnt: „Wir laufen gerade mit Ansage ins Chaos.“</p><p>Quelle: Johannes Kapfer </p>								</div>
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		<title>Künstliche Intelligenz in der Medizintechnik &#8211; Healthineers-Chef ordnet KI medizinischen Zielen unter</title>
		<link>https://www.abc-office24.de/kuenstliche-intelligenz-in-der-medizintechnik-healthineers-chef-ordnet-ki-medizinischen-zielen-unter/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[supervisor]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Sep 2026 09:40:29 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Siemens-Healthineers-Chef Bernd Montag hält eine eigenständige KI-Strategie für entbehrlich. Künstliche Intelligenz soll sich an konkreten medizinischen Aufgaben orientieren, Fachkräfte entlasten und die Behandlung schwerer Erkrankungen unterstützen. Entscheidend bleiben hochwertige Daten und ärztliche Expertise.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[		<div data-elementor-type="wp-post" data-elementor-id="7755" class="elementor elementor-7755" data-elementor-post-type="post">
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									<p>Siemens-Healthineers-Chef Bernd Montag hält eine eigenständige KI-Strategie für entbehrlich. Künstliche Intelligenz soll sich an konkreten medizinischen Aufgaben orientieren, Fachkräfte entlasten und die Behandlung schwerer Erkrankungen unterstützen. Entscheidend bleiben hochwertige Daten und ärztliche Expertise.</p><p>Für Bernd Montag steht beim Einsatz künstlicher Intelligenz nicht die Technologie im Vordergrund, sondern die medizinische Aufgabe, die sich mit ihrer Hilfe lösen lässt. Der Vorstandsvorsitzende von Siemens Healthineers hält deshalb eine eigenständige KI-Strategie, die losgelöst von konkreten Anwendungen formuliert wird, nicht für notwendig.</p><p>Das geht aus einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur hervor, deren Meldung am 24. August 2026 im Handelsblatt veröffentlicht wurde. Montag zufolge sollte zunächst feststehen, wie sich etwa die Behandlung von Krebs verbessern lässt. Anschließend sei zu klären, welchen Beitrag künstliche Intelligenz dazu leisten kann. Sie wird damit zum Bestandteil medizinischer Lösungen und nicht zum eigenständigen Unternehmensziel.</p><p><strong>KI bleibt Bestandteil der Konzernstrategie</strong></p><p>Die Einordnung bedeutet allerdings keine Abkehr von der Technologie. In seiner im November 2025 vorgestellten Unternehmensstrategie „Elevating Health Globally“  beschreibt Siemens Healthineers künstliche Intelligenz ausdrücklich als wichtigen Hebel, um Gesundheitsdienstleister bei einer effizienteren und stärker personalisierten Versorgung zu unterstützen.</p><p><strong>Sprachbasierte Dokumentationen entlasten den Pflegealltag. </strong></p><p><strong>Künstliche Intelligenz in der Pflegesoftware</strong></p><p><strong>Digitalisierung und KI entlasten nachhaltig den Pflegealltag</strong></p><p>Der Konzern konzentriert sich dabei auf Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfälle und neurodegenerative Erkrankungen. Bildgebung und Präzisionstherapie bilden den Kern dieser Ausrichtung. Die neue Strategiephase begann nach Angaben des Unternehmens im Jahr 2026.</p><p>Hinter dem Ansatz stehen Herausforderungen, die Montag auch gegenüber der dpa angesprochen hat: Gesundheitseinrichtungen müssen mit knappen finanziellen Mitteln und fehlendem Fachpersonal zurechtkommen. KI-Anwendungen sollen deshalb vor allem wiederkehrende Arbeitsschritte erleichtern und medizinischen Fachkräften zusätzliche Handlungsspielräume verschaffen.</p><p><strong>Ärztliche Erfahrung prägt Entwicklung und Einsatz</strong></p><p>Eine weitere Voraussetzung sieht Montag in der Qualität der Trainingsdaten. Für diagnostische Anwendungen genügen demnach große Mengen medizinischer Bilder allein nicht. Erforderlich sind zusätzlich verlässliche fachärztliche Befunde, mit deren Hilfe sich die Aufnahmen medizinisch einordnen lassen.</p><p>Ärztliche Erfahrung ist damit nicht nur bei der späteren Nutzung eines Systems relevant, sondern bereits während seiner Entwicklung. Künstliche Intelligenz soll die Expertise medizinischer Fachkräfte unterstützen, aber nicht vollständig ersetzen.</p><p><strong>Automatisierte Konturierung in der Strahlentherapie</strong></p><p>Wie ein solcher Ansatz konkret aussehen kann, zeigt eine Anwendung des Geschäftsbereichs Varian. Das Unternehmen teilte im Mai 2026 mit, dass eine KI-Funktion für das Strahlentherapie-Planungssystem Eclipse die CE-Kennzeichnung erhalten hat.</p><p>Nach Unternehmensangaben kann die Software auf CT- und MRT-Aufnahmen mehr als 200 vorab definierte Strukturen automatisch abgrenzen. Dazu gehören Organe, Lymphknoten und bereits diagnostizierte Hirnmetastasen. Die Konturen dienen als Grundlage für die weitere Bestrahlungsplanung und müssen durch medizinisches Fachpersonal geprüft und bei Bedarf angepasst werden.</p><p>Der Hersteller erwartet, dass sich dadurch manuelle Arbeitsschritte und Unterschiede zwischen einzelnen Konturierungsergebnissen reduzieren lassen. Die Produktmitteilung enthält allerdings keine Angaben dazu, wie stark die Anwendung Arbeitsabläufe unter realen Bedingungen beschleunigt oder ob sie patientenrelevante Behandlungsergebnisse verbessert.</p><p>Für die Bewertung entsprechender Systeme bleibt daher entscheidend, welcher konkrete Nutzen sich im jeweiligen Einsatzbereich tatsächlich nachweisen lässt.</p><p>Quelle: Guido Deußing </p><p> </p>								</div>
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		<title>ePA im Faktencheck: Wie sicher sind sensible Gesundheitsdaten?</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Sep 2026 13:24:25 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Der Präsident des IQM-Vorstands]]></category>
		<category><![CDATA[Dr. Francesco De Meo]]></category>
		<category><![CDATA[ist am 14. September von seinem Amt zurückgetreten. Bis die Nachfolge geklärt ist]]></category>
		<category><![CDATA[übernimmt der stellvertretende Präsident Prof. Axel Ekkernkamp kommissarisch den Vorsitz.]]></category>
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					<description><![CDATA[Im Faktencheck: Sind Informationen und Daten in der ePA wirklich sicher und können nicht in die Hände unberechtigter Personen gelangen?]]></description>
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									<p>Im Faktencheck: Sind Informationen und Daten in der ePA wirklich sicher und können nicht in die Hände unberechtigter Personen gelangen?</p><p>Es gibt immer wieder Fragen rund um Datenschutz und Datensicherheit der elektronischen Patientenakte. Können unberechtigte Personen auf die ePA zugreifen? Können durch das Sammeln auch sensibler Informationen Nachteile für Versicherte entstehen? </p><p>Grundsätzlich gilt: Gesundheitsdaten sind in Deutschland besonders geschützt. Das liegt zum einen an dem sicheren Netz des Gesundheitswesens, der Telematikinfrastruktur. Zum anderen wurde und wird die ePA mit höchsten und modernsten Sicherheitsstandards gebaut. Die Sicherheitsarchitektur der ePA ist so konzipiert, dass nur die Patientin bzw. der Patient selbst sowie das berechtigte medizinische Personal in die jeweilige ePA schauen kann. Auch Krankenkassen haben aufgrund technischer und gesetzlicher Regelungen keine Möglichkeit, Inhalte einer ePA einzusehen.</p><p>Versicherte können außerdem selbst entscheiden, ob eine Einrichtung auf die ePA zugreifen kann. Insgesamt unterstützen Befunde, Dokumente und Daten die Behandlung und tragen zu einer besseren Versorgung bei, weil die Behandelnden sich einen umfassenden Überblick verschaffen können. </p><p>Quelle: Kerstin Müller</p>								</div>
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		<title>30 Jahre Bundesverband KH-IT</title>
		<link>https://www.abc-office24.de/30-jahre-bundesverband-kh-it/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[supervisor]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Sep 2026 13:22:37 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Kann jedes Krankenhaus alle Probleme alleine lösen? Warum muss jeder alle Erfahrungen selbst machen? Diese eher rhetorisch gemeinten Fragen standen im Dezember 1996 am Anfang der Geschichte des KH-IT. ]]></description>
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									<p><strong>Teil 1: Die Anfänge 1996–2002 – von der ARGE zum Bundesverband KH-IT</strong></p><p>Kann jedes Krankenhaus alle Probleme alleine lösen? Warum muss jeder alle Erfahrungen selbst machen? Diese eher rhetorisch gemeinten Fragen standen im Dezember 1996 am Anfang der Geschichte des KH-IT. Damals wurde die „Arbeitsgemeinschaft der Krankenhaus-DV-Leiterinnen/-Leiter“ gegründet. Aus der ARGE entwickelte sich der heutige Bundesverband KH-IT.</p><p>Zum 30-jährigen Jubiläum blicken wir in mehreren Teilen zurück aufprägende Momente, Menschen und Entwicklungen aus drei Jahrzehnten KH-IT. Die Serie begleitet die Entstehung unseres DigitalSpecials „30 Jahre Bundesverband KH-IT“, das Ende Oktober 2026 erscheint.</p><p>Foto: In Auerbachs Keller in Leipzig wurde die Verbandsgründung gebührend gefeiert: von links nach rechts: Günter Gartner, Gerhard Härdter, Jörg Müller, Andreas Barchfeld, Horst-Dieter Beha, Heiko Ries, Bernd Behrend.</p><p>Die ARGE (als Kürzel wurde KH-IT verwandt) war der erste freie Zusammenschluss der Leiterinnen und Leiter von IT-Abteilungen deutscher Krankenhäuser. Der KH-IT wollte den Erfahrungsaustausch zwischen den Mitgliedern fördern und erarbeitete Empfehlungen auf dem Gebiet der Informationsverarbeitung im Krankenhaus. So wurden regelmäßig Fachbesichtigungen, Vorträge, Seminare, Studienfahrten und Workshops durchgeführt. Mehrmals im Jahr trafen sich die Mitglieder in jeweils unterschiedlichen Standorten in ganz Deutschland zum Meeting. Hier wurden dann Workshops mit Vorträgen von Kollegen und Vertretern der Industrie abgehalten.</p><p>Die Gründungsidee ging im Wesentlichen von Prof. Dr. Peter Haas, FH Dortmund, Dr. Christian Bieler, LBK Hamburg und Gunther Nolte, Städtische Kliniken Kassel aus.</p><p><strong>Der erste Vorstand wurde 1996 in Kassel gewählt</strong>.</p><p>Im Jahr 2002 traf man sich beispielsweise am Bodensee im Klinikum Konstanz. Der gastgebende IT-Leiter Horst-Dieter Beha gewährte dort Einblicke in die SAP-Strategie des Klinikums Konstanz.</p><p><strong>Die 25 Top-Themen des KH-IT im Jahr 2002</strong></p><p>Die ARGE KH-IT befragte regelmäßig ihre Mitglieder nach den Themen, die den IT-Verantwortlichen unter den Nägeln brannten. Die nachfolgend aufgeführten Themen sind das Ergebnis einer Umfrage aus dem Jahr 2002 anlässlich der Veranstaltung im Mai in Koblenz.</p><p> </p><p>■ Platz 1: Elektronische Patientenakte</p><p>■ Platz 2: Digitale Archivierung</p><p>■ Platz 3: Organisation von IT-Services im KH</p><p>■ Platz 4: Personalausstattung der EDV-Abteilungen</p><p>■ Platz 5: PACS, DICOM, IHE</p><p>■ Platz 6: Einsatz von Spracherkennung</p><p>■ Platz 7: DRG-Einführung/Benchmarking</p><p>■ Platz 8: Kommunikations-Server</p><p>■ Platz 9: Dienstplan</p><p>■ Platz 10: Security, Firewall, Fernwartung</p><p>■ Platz 11: Pflege-Dokumentations-Systeme</p><p>■ Platz 12: Mobile-Computing im KH</p><p>■ Platz 13: Digitale Diktat-Organisations-DV</p><p>■ Platz 14: Kommunikations-Standards (HL7, XML, MEDREC)</p><p>■ Platz 15: Projekt-Management</p><p>■ Platz 16: Outsourcing von EDV-Leistungen</p><p>■ Platz 17: Datenschutz</p><p>■ Platz 18: Storage-Area Networks</p><p>■ Platz 19: Erfahrungs-Berichte über die KIS-Einführung</p><p>■ Platz 20: Doku-Systeme für Funktionsdiagnostik (Sono, EEG, EKG)</p><p>■ Platz 21: Clinical Pathways</p><p>■ Platz 22: Netzwerk-Technologie</p><p>■ Platz 23 Management-Informations-Systeme</p><p>■ Platz 24: Unified Messaging</p><p>■ Platz 25: Radiologie-Informationssysteme</p><p> </p><p><strong>Teil 2: Im Jahr 2003 wird die ARGE zum Bundesverband KH-IT</strong></p><p>Im März 2003 war es dann soweit: Auf einer konstituierenden Sitzung in Leipzig wurde aus der Arbeitsgemeinschaft KH-IT der Bundesverband der KH-IT Leiterinnen/Leiter e.V.</p><p>Im Rahmen einer Tagung mit dem Thema „Von der Elektronischen Patientenakte zur effizienten DRG Abrechnung&#8220; am Klinikum Sankt Georg in Leipzig wurde dies von der Mitgliederversammlung einstimmig beschlossen. Die Arbeitsgemeinschaft bestand mittlerweile bereits 6 Jahre und besaß 183 Mitglieder.</p><p>In der konstituierenden Sitzung wurde beschlossen, die Mitglieder förmlich anzuschreiben und um Mitgliedschaft in dem neu gegründeten Verband zu bitten. Diesem Schritt folgten allerdings nicht alle Mitglieder. Der Verband hatte die Rechtsform eines eingetragenen Vereines.</p><p>Neben den Hauptmitgliedern, den IT-Leitern deutscher Krankenhäuser, wurden auch sogenannte assoziierte Mitglieder aus der Industrie, die die Fördermitgliedschaft übernehmen konnten, aufgenommen. Langsam ging es mit der Mitgliederzahl des Bundesverbandes bergauf. Anfang 2004 meldete das Krankenhaus-IT Journal, dass der KH-IT sein 100. Mitglied begrüßen konnte.</p><p><strong>Interview aus dem Jahr 2003</strong></p><p>Der stellvertrende Vorsitzende Bernd Behrendt, erklärte in einem Interview mit dem Krankenhaus-IT Journal im Jahr 2003 die Ziele des neu gegründeten Vereins: „In den zurückliegenden Jahren haben wir uns auf die praktisch-inhaltliche Arbeit konzentriert und mit möglichst wenig Bürokratie einen intensiven Erfahrungsaustausch zustande gebracht. Die Grenzen der Arbeitsgemeinschaft haben wir bei Verhandlungen mit offiziellen Institutionen erfahren, da immer wieder die Frage gestellt wurde, wer wir eigentlich sind. Die logische Konsequenz war die formale Gründung eines Bundesverbandes, da die Krankenhäuser im Interessenausgleich mit anderen Spitzenverbänden und letztendlich auch mit dem Gesetzgeber eine entsprechende Interessenvertretung benötigen.</p><p>Nach der Verbandsgründung baute der KH-IT die Kooperation mit anderen Institutionen im Gesundheitswesen weiter aus. Neben der Veranstaltung von Fortbildungen, gemeinsam mit dem DKI, soll die Organisation der BVMI- und GMDS-Fachtagungen („KIS-Tagung&#8220; und „Telemed&#8220;) unterstützt werden. Zur Vertiefung inhaltlicher Arbeiten werden mit den Verbandsmitgliedern Workshops zu den Themen „InterNet/Informationsaustausch, Personalausstattung und</p><p>Vertragsgestaltung&#8220; durchgeführt. Der Bundesverband KH-IT wird für den Gesetzgeber sowie für andere Spitzenverbände als kompetenter Ansprechpartner bereitstehen, der bei der Planung neuer Erfordernisse für die Praxis der IT im Gesundheitswesen einsteht.&#8220;</p><p>Quelle: Kim Wehrs</p><p> </p>								</div>
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		<title>Robotik im Krankenhaus optimiert Logistik und entlastet Personal</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Sep 2026 13:20:30 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Wie können autonome mobile Roboter Krankenhäuser dabei unterstützen, dem Fachkräfte-mangel zu begegnen und logistische Prozesse effizienter zu gestalten?]]></description>
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									<p>Wie können autonome mobile Roboter Krankenhäuser dabei unterstützen, dem Fachkräfte-mangel zu begegnen und logistische Prozesse effizienter zu gestalten?</p><p>Mit dieser Frage beschäftigte sich ein Expert:innenworkshop des Instituts für Medizinische Infor-matik der Charité mit dem Berliner Simulations- und Trainingszentrum (BeST) und der Elvio Ro-botics GmbH. Die Ergebnisse sind nun in einem Whitepaper zusammengefasst, das Handlungs-empfehlungen für den Einsatz robotischer Automatisierung in der Krankenhauslogistik gibt.</p><p><strong>Die zentralen Ergebnisse im Überblick:</strong></p><p>Der eigentliche Engpass ist nicht der Personalkostenblock, sondern die erschwerte Besetzbarkeit patient:innenferner Stellen: Automatisierung kompensiert unbesetzte Stellen, statt Personal zu verdrängen.</p><p>Der Containertransport (z. B. Abfall und Wäsche) ist der wirtschaftlich sinnvollste Einstieg: Im Modell wird der Break-even in allen neun Szenarien bereits im ersten Betriebsjahr erreicht.</p><p>Über den Erfolg entscheidet nicht die Technik allein, sondern die Integration: Governance, offene Schnittstellen und die Akzeptanz von der Belegschaft bis zu den Patient:innen.</p><p>Im Workshop kamen Expert:innen aus Krankenhauslogistik, Facility Management, Pflege, Digitalisierung und Robotik zusammen, um Potenziale, Herausforderungen und Voraussetzungen für den Einsatz autonomer mobiler Roboter (AMR) im Klinikalltag systematisch zu analysieren. Die wissenschaftliche Moderation und Auswertung erfolgten durch das Institut für Medizinische Informatik.</p><p>Neben einer modellbasierten Wirtschaftlichkeitsbetrachtung beleuchtet das Whitepaper Akzeptanz, Datenschutz, IT-Integration, Governance und organisatorische Voraussetzungen einer erfolgreichen Einführung. Es richtet sich an Entscheider:innen in Krankenhäusern, die den Einsatz robotischer Automatisierung strategisch bewerten und fundiert planen möchten. Das Whitepaper wurde von der Elvio Robotics GmbH beauftragt und finanziert; Methodik und Inhalte verantwortet das Institut für Medizinische Informatik.</p><p>Autor:innen des Whitepapers sind Prof. Dr. med. Akira-Sebastian Poncette (Institut für Medizinische Informatik, Charité), Prof. Dr. rer. pol. Daniel Fürstenau (Freie Universität Berlin und Institut für Medizinische Informatik, Charité), Elena Hinz (Institut für Medizinische Informatik, Charité), und Dr. Philipp Landgraf (Berliner Simulations- und Trainingszentrum, Charité).</p><p>Das vollständige Whitepaper „Robotische Automatisierung im Krankenhaus – ROI-Perspektive und Implementierungslogik für die Krankenhauslogistik&#8220; steht ab sofort zum Download bereit:</p><p>Quelle: Kerstin Müller</p><p> </p>								</div>
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		<title>Einsparungen durch Fusion &#8211; Linnemann will Zahl der Kranken­kas­sen weiterhin reduzieren</title>
		<link>https://www.abc-office24.de/einsparungen-durch-fusion-linnemann-will-zahl-der-krankenkassen-weiterhin-reduzieren/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[supervisor]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Aug 2026 11:49:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Der neue Gesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) hat in einem Interview mit der Bild bekräftigt, dass er die Zahl der Krankenkassen reduzieren möchte. Ob die Fusionen wirklich zu Einsparungen führen würden, ist allerdings umstritten.]]></description>
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									<p>Der neue Gesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) hat in einem Interview mit der Bild bekräftigt, dass er die Zahl der Krankenkassen reduzieren möchte. Ob die Fusionen wirklich zu Einsparungen führen würden, ist allerdings umstritten.</p><p>Bevor er Gesundheitsminister wurde, positionierte sich Carsten Linnemann vergleichsweise selten zu gesundheitspolitischen Themen. Doch mit einer Aussage sorgte er im April 2026 für Aufsehen: In einem Interview forderte der damalige CDU-Generalsekretär, die Zahl der Krankenkassen von 93 auf zehn bis 20 zu senken. Linnemann brachte eine Mindestversichertenzahl ins Spiel. Krankenkassen sollten künftig mindestens eine Million Versicherte haben. Das würde effizienteren Wettbewerb, eine schlankere Verwaltung und weniger Kosten bedeuten.</p><p>Die Idee stieß bei der damaligen Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) auf zurückhaltende Unterstützung. Es sei laut Warken »nicht einfach«, zu beurteilen, ob Fusionen von Kassen wirklich zielführend seien. Doch die Finanzkommission Gesundheit, die die Grundlage für das GKV-Spargesetz erarbeitete, solle sich das Thema noch einmal ansehen.</p><p>Am Sonntag veröffentlichte die »Bild« ein ausführliches Interview mit dem neuen Gesundheitsminister. In diesem wurde Linnemann auch nach seinem Krankenkassen-Vorstoß aus dem Frühjahr gefragt. »Ich bleibe bei dem, was ich gesagt habe. Davon nehme ich nichts zurück«, sagte Linnemann und bekräftigte, dass er als Gesundheitsminister an einer Reduzierung der Krankenkassen arbeiten möchte.</p><p><strong>Umstrittene Idee</strong></p><p>Es ist allerdings umstritten, ob eine Zusammenlegung der Krankenkassen wirklich zu nennenswerten Einsparungen führen würde. Schon die Finanzkommission Gesundheit hat eine Zusammenlegung der Kassen ausdrücklich nicht empfohlen. Das Expertengremium konnte keinen Spareffekt durch eine Reduzierung der Krankenkassen errechnen. Auch in Österreich konnte eine Reduzierung der Kassen keine nennenswerten Einsparungen erzielen.</p><p>Die Krankenkassen lehnen eine Reduzierung ihrer Anzahl ebenfalls ab. Der GKV-Spitzenverband erklärt auf seiner Website, dass Fusionen nichts an der Zahl der Versicherten und deren Betreuungsaufwand ändern würden. »Von weit über tausend Krankenkassen in den 90er-Jahren sind heute nur noch 93 an der Versorgung beteiligt und stehen im Wettbewerb um gute Versorgung und guten Service. Stand heute sind die gesetzlichen Krankenkassen das gute Beispiel dafür, wie Versorgung und Verwaltung schlank organisiert und laufend optimiert werden können«, so Oliver Blatt, Vorstandsvorsitzender des GKV-Spitzenverbandes. Der Wettbewerb zwischen den Kassen sei wichtig und dürfe nicht durch eine zu starke Konzentration geschwächt werden.</p><p>Quelle: Lukas Brockfeld</p>								</div>
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		<title>Cyberangriffe &#8211; Digitalisierungsdruck in Kliniken – wie sie sich wappnen</title>
		<link>https://www.abc-office24.de/cyberangriffe-digitalisierungsdruck-in-kliniken-wie-sie-sich-wappnen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[supervisor]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Aug 2026 11:47:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Der Präsident des IQM-Vorstands]]></category>
		<category><![CDATA[Dr. Francesco De Meo]]></category>
		<category><![CDATA[ist am 14. September von seinem Amt zurückgetreten. Bis die Nachfolge geklärt ist]]></category>
		<category><![CDATA[übernimmt der stellvertretende Präsident Prof. Axel Ekkernkamp kommissarisch den Vorsitz.]]></category>
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					<description><![CDATA[Veraltete IT-Systeme treffen auf immer häufigere digitale Angriffe. Doch das Sicherheitsbewusstsein in den Kliniken steigt. Was sie planen, um resilienter zu werden, und welche Bedeutung europäische Standards haben.]]></description>
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									<p>Veraltete IT-Systeme treffen auf immer häufigere digitale Angriffe. Doch das Sicherheitsbewusstsein in den Kliniken steigt. Was sie planen, um resilienter zu werden, und welche Bedeutung europäische Standards haben.</p><p>Trotz steigender Cyberbedrohungen geht das deutsche Gesundheitswesen die digitale Transformation mit wachsendem Sicherheitsbewusstsein an. Krankenhäuser und andere Gesundheitseinrichtungen investieren zunehmend in moderne Schutztechnologien, etablieren Notfallpläne und bauen ihre Cyberresilienz aus. Das geht aus einer aktuellen Studie des IT-Sicherheitsherstellers Eset und dem Marktforschungsinstitut Techconsult unter 165 Gesundheitseinrichtungen, darunter 58 Krankenhäuser, in Deutschland. Befragt wurden insgesamt 165 Entscheider und IT-Entscheider in Healtcare-Unternehmen und -Organisationen mit mindestens 50 Mitarbeitern.</p><p>Die große Mehrheit der befragten Einrichtungen sieht sich heute bereits gut auf IT-Sicherheitsvorfälle vorbereitet. Rund vier von fünf Krankenhäusern verfügen über einen Notfallplan für schwere Cyberangriffe wie Ransomware-Attacken. Wie aus der Studie hervorgeht, testn viele Organisationen diese Prozesse regelmäßig, um im Falle einer Krisensituation handlungsfähig zu bleiben.</p><p>„Die Ergebnisse zeigen, dass Cybersecurity im Gesundheitswesen längst auf der strategischen Agenda angekommen ist. Viele Einrichtungen investieren gezielt in ihre Widerstandsfähigkeit und erkennen, dass moderne IT-Sicherheit ein wesentlicher Bestandteil einer zuverlässigen Patientenversorgung ist“, sagt Christian Lueg, IT-Sicherheitsexperte bei Eset.</p><p><strong>Investitionsbereitschaft hoch wie nie zuvor</strong></p><p>Mehr als 85 Prozent der befragten Krankenhäuser wollen in den kommenden zwölf Monaten moderne Lösungen zur Angriffserkennung und -abwehr einführen oder ausbauen.</p><p>Besonders deutlich wird der Wandel bei den geplanten Investitionen. Mehr als 85 Prozent der befragten Krankenhäuser wollen in den kommenden zwölf Monaten moderne Lösungen zur Angriffserkennung und -abwehr einführen oder ausbauen. Dazu zählen insbesondere Managed Detection and Response (MDR) sowie Endpoint Detection and Response (EDR), die Sicherheitsvorfälle frühzeitig erkennen und Gegenmaßnahmen einleiten können.</p><p>Wie aus der Studie hervorgeht, begnügen sich die Kliniken nicht mehr mit klassischen Schutzmaßnahmen. Stattdessen wächst das Interesse an Technologien, die Bedrohungen aktiv erkennen und die Reaktionsfähigkeit verbessern.</p><p>Zudem kommt die digitale Souveränität immer mehr Gewicht in der Gesundheitsbranche. Bereits heute nutzt die Hälfte der befragten Einrichtungen IT-Sicherheitslösungen europäischer Anbieter. Mehr als 80 Prozent können sich laut Studienergebnissen vorstellen, künftig auf einen Anbieter aus der Europäischen Union zu wechseln.</p><p>Datenschutz, Compliance und Vertrauen gewinnen damit bei Investitionsentscheidungen weiter an Bedeutung. Die Ergebnisse unterstreichen den Wunsch vieler Einrichtungen, kritische IT-Infrastrukturen auf Basis europäischer Standards abzusichern.</p><p>Auch bei den Basismaßnahmen zeigt sich laut den Studienergebnissen ein positives Bild. Die Mehrheit der Krankenhäuser setzt bereits auf etablierte Schutzmechanismen wie Firewalls, E-Mail-Sicherheitslösungen und Multi-Faktor-Authentifizierung. Gleichzeitig planen viele Einrichtungen zusätzliche Investitionen in Schulungen, Awareness-Programme und die Modernisierung ihrer Netzwerkarchitektur.</p><p>Der Cyberbedrohung begegnen deutsche Krankenhäuser nicht mit Resignation, sondern mit Investitionen, neuen Technologien und einer stärkeren strategischen Verankerung von IT-Sicherheit. Angesichts der fortschreitenden Digitalisierung werden diese Maßnahmen zu einem wichtigen Baustein für die Stabilität und Zukunftsfähigkeit der Gesundheitsversorgung in Deutschland, summiert die Studie.</p><p><strong>Cyberangriffe, alte IT-Systeme und Co.</strong></p><p>Trotz der erkennbaren Fortschritte stehen viele Gesundheitseinrichtungen weiterhin vor erheblichen Herausforderungen. Mehr als die Hälfte der Krankenhäuser war innerhalb der vergangenen zwölf Monate von einem Cyberangriff betroffen, und jede fünfte Einrichtung meldete daraus resultierende Betriebsunterbrechungen.  Gleichzeitig bremsen veraltete IT-Systeme und der anhaltende Fachkräftemangel vielerorts den Ausbau der Cyberresilienz. Auch wenn der eingeschlagene Weg stimmt, bleibt die Modernisierung der digitalen Sicherheitsstrukturen eine Daueraufgabe.</p><p>Quelle: Eset/enc</p><p> </p>								</div>
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		<title>Sprachmodelle in der Medizin brauchen klare Regeln</title>
		<link>https://www.abc-office24.de/sprachmodelle-in-der-medizin-brauchen-klare-regeln/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[supervisor]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Aug 2026 11:44:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Der Präsident des IQM-Vorstands]]></category>
		<category><![CDATA[Dr. Francesco De Meo]]></category>
		<category><![CDATA[ist am 14. September von seinem Amt zurückgetreten. Bis die Nachfolge geklärt ist]]></category>
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					<description><![CDATA[Große Sprachmodelle in der Medizin: Neue Übersichtsarbeit analysiert Risiken und Strategien für den sicheren klinischen Einsatz]]></description>
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									<p>Große Sprachmodelle in der Medizin: Neue Übersichtsar­beit analysiert Risiken und Strategien für den sicheren klinischen Einsatz</p><p>Große Sprachmodelle (Large Language Models, LLMs), darunter die Modelle hinter Chat-GPT und Claude sowie zahlreiche weitere speziell für medizinische Anwendungen entwickelte Systeme, halten Einzug in klinische Arbeitsabläufe. Sie unterstützen die medizinische Dokumentation, die Aufbereitung von Wissen oder die klinische Entscheidungsfindung. Ihre Nutzung schreitet häufig jedoch schneller voran, als offizielle Sicherheits- und Schutzmaßnahmen Schritt halten können. Ein interdisziplinäres Forschungsteam vom Else Kröner-Fresenius-Zentrum (EKFZ) für Digitale Gesundheit an der Technischen Universität Dresden (TUD) und dem Dresdner Universitätsklinikum hat gemeinsam mit nationalen und internationalen Kolleg:innen die Risiken beim Einsatz von LLMs in der Medizin systematisch analysiert.</p><p>Die in der Fachzeitschrift Nature veröffentlichte Übersichtsarbeit bündelt Erkenntnisse aus medizinischer KI-Forschung, Cybersicherheit, Regulatorik, Ethik und Verhaltenspsychologie und zeigt Wege für einen vertrauenswürdigen und verantwortungsvollen Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in der klinischen Praxis auf.</p><p>Große Sprachmodelle können medizinisches Personal in vielen Bereichen unterstützen. Sie werden bereits in der Praxis eingesetzt – häufig jedoch ohne institutionelle Leitlinien oder klare Regeln. Daraus ergeben sich neue Anforderungen für Patientensicherheit, Datenschutz und Verantwortlichkeiten. Die Autor:innen der jetzt veröffentlichten Übersichtsarbeit zeigen, dass Risiken entlang des gesamten Lebenszyklus von KI-Systemen entstehen können: vom Modell-Design über Trainingsdaten und Implementierung bis hin zur Anwendung im klinischen Alltag. Sie unterscheiden dabei drei verschiedene Arten von Risiken:</p><p>Sicherheitsrisiken entstehen beispielsweise durch manipulierte Trainingsdaten („Data Poisoning“), gezielte Eingriffe in das Verhalten der Modelle oder sogenannte Prompt Injections. Dabei werden versteckte Anweisungen in Befehle eingebettet, die zu fehlerhaften oder potenziell gefährlichen Ergebnissen führen können – etwa, wenn ein Tumor in einer Gewebeprobe fälschlicherweise nicht erkannt wird. Auch Schwachstellen in der IT-Infrastruktur können sensible Daten von Patient:innen gefährden oder Systeme beeinträchtigen.</p><p>Modellinhärente Sicherheitsrisiken ergeben sich aus der Funktionsweise der Systeme: LLMs können plausibel klingende, aber inhaltlich falsche Informationen erzeugen, sogenannte Halluzinationen. Im klinischen Kontext ist dies besonders kritisch, weil falsche Diagnosen oder Empfehlungen die Patientensicherheit gefährden können. Zudem können Modelle ihre Antworten zu stark an die Erwartungen der Nutzenden anpassen und dadurch fehlerhafte Annahmen verstärken.</p><p>Risiken in der Mensch-KI-Interaktion betreffen die Anwendung im Alltag: Die Art wie Mediziner:innen die Modelle nutzen, kann klinische Entscheidungen beeinflussen. Überzeugend formulierte Antworten könnten zu einer übermäßigen Abhängigkeit vom System führen („Automation Bias“) oder bestehende Überzeugungen verstärken („Confirmation Bias“). Komplexe oder lange Eingaben könnten zudem die Verlässlichkeit der Ergebnisse verringern.</p><p>Der Artikel weist darüber hinaus auf strukturelle und ethische Herausforderungen hin. Viele Systeme werden nicht lokal betrieben, was relevante Fragen zu Datenkontrolle und Datenschutz aufwirft. Zudem findet vielerorts bereits eine informelle Nutzung von LLMs im klinischen Alltag statt. Man spricht von einer Schattennutzung, oft ohne entsprechende Sicherheitsmaßnahmen.</p><p>„Unsere Analyse zeigt, dass große Sprachmodelle klinische Arbeitsabläufe sinnvoll unterstützen können. Ihr sicherer Einsatz ist jedoch nicht selbstverständlich. Risiken entstehen an vielen Stellen und müssen vor sowie parallel zur klinischen Umsetzung systematisch und umfassend adressiert werden.“, sagt Dr. Jan Clusmann, Postdoktorand in der Forschungsgruppe von Prof. Jakob N. Kather am EKFZ für Digitale Gesundheit an der TUD und Erstautor der Publikation.</p><p><strong>Strategien für einen sicheren Einsatz</strong></p><p>Um Risiken zu reduzieren, schlagen die Autor:innen verschiedene Maßnahmen vor. Dazu zählen sichere Entwicklungsprozesse, sorgfältige Aufbereitung von Trainingsdaten, systematische Evaluation und kontinuierliches Monitoring von Modellen. Ebenso notwendig sind klar definierte Zuständigkeiten innerhalb von Gesundheitseinrichtungen. Sicherheit ist dabei nicht allein eine technische Frage, sondern erfordert ein abgestimmtes Vorgehen zwischen Forschung, klinischer Praxis und Regulierung. Die menschliche Kontrolle bleibt zentral, so die Autor:innen.</p><p>„Die Entwicklung medizinischer KI endet nicht mit leistungsfähigen Modellen. Ebenso wichtig ist es, Sicherheit, Transparenz und Nutzen für die klinische Praxis wissenschaftlich zu untersuchen. Dass unsere Forschenden hierfür evidenzbasierte Grundlagen schaffen, ist ein wichtiger Beitrag für eine verantwortungsvolle Digitalisierung der Medizin“, sagt Prof. Esther Troost, Dekanin der Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus der TU Dresden.</p><p>Konkret empfehlen die Forschenden den Aufbau klarer Strukturen, etwa spezialisierter Teams vor Ort, die den Einsatz von KI-Systemen im Klinikalltag koordinieren und überwachen. Solche zentralen Einheiten – sogenannte Security Operations Centers (SOCs) for AI – ermöglichen es, Vorfälle institutionsübergreifend zu erkennen und koordinierte Gegenmaßnahmen zu ergreifen.</p><p>„KI wird schon jetzt im Gesundheitswesen eingesetzt – häufig ohne formale Aufsicht. Entscheidend ist daher, wie wir diese Systeme transparent, robust und im Einklang mit klinischer Verantwortung implementieren“, sagt Prof. Jakob N. Kather, Professor für Klinische Künstliche Intelligenz am EKFZ für Digitale Gesundheit an der TUD, Arzt am Universitätsklinikum Dresden sowie Wissenschaftler am Nationalen Centrum für Tumorforschung (NCT) Heidelberg.</p><p><strong>Regulierung an dynamische KI-Systeme anpassen</strong></p><p>Die Analyse zeigt auch Lücken in der aktuellen Regulierung auf. Nur ein kleiner Teil der KI-Systeme ist bislang als Medizinprodukt zugelassen. Der bestehende regulatorische Rahmen ist nicht auf anpassungsfähige Technologien ausgelegt, die sich kontinuierlich weiterentwickeln.</p><p>„Um die Patientensicherheit zu gewährleisten und zugleich einen zeitnahen Nutzen für Patient:innen sowie das Gesundheitssystem durch KI-Systeme zu ermöglichen, braucht es geeignete regulatorische Ansätze, die eine konsistente Bewertung und kontinuierliche Überwachung sicherstellen. Technologische Entwicklung sowie Aufsichts- und Überwachungsmechanismen müssen enger verzahnt werden, um das Potenzial großer Sprachmodelle sicher zu nutzen“, sagt Prof. Stephen Gilbert, Professor für Medical Device Regulatory Science am EKFZ für Digitale Gesundheit an der TU Dresden.</p><p>Quelle: Kerstin Müller</p>								</div>
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		<title>Kein Ärztemangel, sondern Probleme bei der Verteilung</title>
		<link>https://www.abc-office24.de/kein-aerztemangel-sondern-probleme-bei-der-verteilung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[supervisor]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Aug 2026 10:21:50 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Der Präsident des IQM-Vorstands]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Radiologie ist jedoch nur ein Beispiel. Das Grundprinzip lässt sich auf zahlreiche weitere medizinische Bereiche übertragen. Seit 2023 etwa gibt es im KRH Klinikum Region Hannover das Projekt Teleintensivmedizin. Die Intensivstationen stehen vor der Herausforderung, dass sehr komplexe Krankheitsbilder zu behandeln sind, aber qualifizierte Fachkräfte nicht immer direkt vor Ort zur Verfügung stehen. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[		<div data-elementor-type="wp-post" data-elementor-id="7710" class="elementor elementor-7710" data-elementor-post-type="post">
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									<p>Deutschland hat genügend Mediziner. Sie stehen nur meist zur falschen Zeit oder am falschen Ort zur Verfügung. Wir brauchen also nicht zwingend mehr Ärzte, sondern vor allem einen besseren Zugang zu ihrer Expertise.</p><p>Für Dr. Nora Sommer besteht ein Hebel für mehr Effizienz im Gesundheitswesen darin, den Ort der Befundung vom Ort des Patienten zu trennen.</p><p>Der Ärztemangel gilt seit Jahren als eine der größten Herausforderungen des deutschen Gesundheitswesens. Die verfügbaren Daten zeichnen jedoch ein differenzierteres Bild: Das Problem liegt weniger in der absoluten Zahl der Mediziner als vielmehr in ihrer räumlichen und zeitlichen Verfügbarkeit. Ein Blick in die Statistik zeigt die Dimension:</p><p>Nach Eurostat-Daten gehörte die Bundesrepublik zuletzt zu den europäischen Spitzenreitern bei der Zahl der Ärztinnen und Ärzte pro Einwohner. Im Jahr 2021 – neuere Zahlen liegen nicht vor – kamen hierzulande 453 Ärztinnen und Ärzte auf 100.000 Einwohner. Übertroffen wird dies nur von Österreich mit 541.</p><p>Die Gesamtzahl der berufstätigen Mediziner wächst kontinuierlich. Laut Bundesärztekammer stieg sie 2025 erneut um rund zwei Prozent. Nach Angaben der Kassenärztlichen Bundesvereinigung betrifft dieses Wachstum nahezu alle Fachrichtungen.</p><p>Zweifellos werden die bevorstehenden Renteneintritte der Babyboomer-Generation die Versorgung belasten. Dennoch steht Deutschland im internationalen Vergleich weiterhin gut da. Deutlich mehr Mediziner werden auf absehbare Zeit ohnehin nicht zur Verfügung stehen. Zum einen dauert es Jahre, sie auszubilden. Zum anderen ist dieser Weg angesichts des GKV-Sparpakets wenig realistisch. Kliniken sehen eher die Gefahr, massiv Stellen beim medizinischen Personal abbauen zu müssen. Die Kernfrage lautet daher nicht, wie wir mehr Mediziner ins System bekommen, sondern wie wir vorhandene Expertise besser verfügbar machen können, etwa über digitale Möglichkeiten und weitere innovative Ansätze.</p><p><strong>Zwei wichtige Gründe für den Engpass</strong></p><p>Um diese Kernfrage zu beantworten, lohnt ein Blick auf zwei wichtige Ursachen für Personalengpässe. Erstens sind Ärztinnen und Ärzte häufig nicht dort tätig, wo sie dringend gebraucht werden. Besonders ländliche Regionen leiden darunter. Doch auch innerhalb des stationären Sektors zeigen sich erhebliche Unterschiede: Während manche Häuser über ausreichende personelle Ressourcen verfügen, kämpfen andere dauerhaft mit Unterbesetzung.</p><p> </p><p>Zweitens sinkt die durchschnittlich verfügbare Arbeitszeit. Der Anteil der Teilzeitbeschäftigten ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen – von 15 Prozent im Jahr 2014 auf 28 Prozent im Jahr 2024.</p><p>Ins Zentrum rückt damit die Aufgabe, bestehende medizinische Ressourcen besser nutzbar zu machen. Digitale Vernetzung bietet hierfür einen vielversprechenden Ansatz. Sie kann räumliche Grenzen überwinden und ärztliche Expertise unabhängig vom Standort verfügbar machen. Gleichzeitig schaffen digitale Arbeitsmodelle neue Möglichkeiten für flexiblere Beschäftigungsformen – bis hin zum Homeoffice.</p><p><strong>Radiologie als Lösungsbeispiel</strong></p><p>Die Radiologie ist ein gutes Beispiel dafür, was heute bereits möglich ist. Alle relevanten Patientendaten liegen digital vor und eignen sich deshalb hervorragend für eine standortübergreifende Zusammenarbeit. Steht eine digitale Plattform zur Verfügung, auf der sich Schnittbilder, Patienteninformationen und Befunde ohne Aufwand zugänglich machen lassen, ist es nahezu unerheblich, wo der befundende Radiologe verortet ist – ob im Homeoffice, bei einem teleradiologischen Service oder in einer Klinik am anderen Ende der Stadt.</p><p>Moderne Softwarelösungen setzen dies bereits um. Sie verbinden Standorte in einer gemeinsamen digitalen Arbeitsumgebung, auf der alle Beteiligten dieselbe Worklist nutzen und Befundungen flexibel teilen können. Dadurch lassen sich Lastspitzen ausgleichen, Spezialexpertise zwischen Standorten verfügbar machen und Kapazitäten effizienter einsetzen. Daten des Software-Anbieters Raya Diagnostics zeigen, dass Kliniken auf diese Weise bis zu 30 Prozent an Dienstkosten sparen können, unter anderem weil sich Personal standortübergreifend einsetzen lässt.</p><p>Das Problem der heterogenen IT-Landschaften lässt sich über eine webbasierte Architektur lösen. Auf diese Weise entfallen lokale Installationen, der Wartungsaufwand sinkt deutlich.</p><p>Ein Beispiel, wie diese Vernetzung in der Praxis aussehen kann, liefert das jüngst gestartete Lungenkrebs-Screening. Seit April 2026 erstatten alle Krankenkassen die Früherkennung per CT für starke Raucher und Raucherinnen ab 50 Jahren. Die Qualitätsanforderungen sind bewusst hoch gesetzt. Die Früherkennung dürfen nur Fachärzte und Fachärztinnen für Radiologie durchführen, die besondere Voraussetzungen erfüllen – unter anderem müssen sie im Jahr vor dem Screening mindestens 200 Thorax-CTs durchgeführt haben. Ist ein Befund kontroll- oder abklärungsbedürftig, muss ein weiterer Radiologe eines auf Lungenkrebs spezialisierten Zentrums hinzugezogen werden. Genau diese Expertise ist jedoch rar gesät, so dass es sinnvoll ist, sie digital zugänglich zu machen. Mit den München Kliniken, der Lungenklinik Gauting und vielen weiteren Kliniken und Klinikgruppen in Deutschland setzt mein Unternehmen derzeit ein entsprechendes Angebot um. Die Software dient in diesen Fällen der Verknüpfung des stationären mit dem ambulanten Sektor. Niedergelassene Radiologen erhalten einen direkten Kanal zur Zweitbefundung. Sie müssen nicht mehr nach geeigneten Lungenzentren suchen, Bildmaterial verschicken und Termine für gemeinsame Konsultationen abstimmen. Die Vernetzung lässt sich rasch umsetzen, die sektorübergreifende Versorgung kann innerhalb von vier Wochen starten.</p><p><strong>Vernetzung über die Radiologie hinaus</strong></p><p>Die Radiologie ist jedoch nur ein Beispiel. Das Grundprinzip lässt sich auf zahlreiche weitere medizinische Bereiche übertragen. Seit 2023 etwa gibt es im KRH Klinikum Region Hannover das Projekt Teleintensivmedizin. Die Intensivstationen stehen vor der Herausforderung, dass sehr komplexe Krankheitsbilder zu behandeln sind, aber qualifizierte Fachkräfte nicht immer direkt vor Ort zur Verfügung stehen. Die telemedizinische Vernetzung soll den fachlichen Austausch zwischen den intensivmedizinischen Abteilungen der verschiedenen Standorte ermöglichen. Ärzte und Pflegefachkräfte können in Echtzeit über verschiedene Einsatzorte hinweg Befunde und Maßnahmen besprechen. Bis 2030 soll die Anwendung jeder KRH-Klinik rund um die Uhr zur Verfügung stehen.</p><p>Gleichzeitig ermöglicht die Vernetzung neue Arbeitsmodelle. Sie sind gerade vor dem Hintergrund der steigenden Zahl von Teilzeitkräften wichtig, denn eine wichtige Ursache sind Mütter oder Väter, die ihre Kinder betreuen müssen. Ihre Zeit ist ohnehin knapp bemessen. Wenn sie lange Wege zum Arbeitsplatz zurücklegen müssen, sinkt die verfügbare Arbeitszeit weiter. Eine Lösung kann Homeoffice sein. Für Radiologinnen und Radiologen ist dies über digitale Plattformen bereits gut möglich. Aber auch in anderen Fachbereichen bietet die Vernetzung mehr Chancen als viele annehmen.</p><p>Der Allgemeinmediziner Bahman Afzali vom MVZ Bedburg etwa sagte jüngst der Ärztezeitung, dass bis zu 40 Prozent seiner Tätigkeiten von zuhause aus machbar wären. Den persönlichen Patientenkontakt hält er zwar nach wie vor für entscheidend. Aber ein erheblicher Teil seiner Arbeitszeit findet nicht in der unmittelbaren Interaktion statt. Dazu zählen unter anderem die Auswertung von Befunden, die Dokumentation, das Medikationsmanagement sowie die Koordination komplexer Behandlungsverläufe, aber auch Video-Konsultationen für bestehende Patienten.</p><p>Solche Modelle sind weit mehr als eine Verbesserung der Work-Life-Balance. Sie können ärztliche Expertise dorthin bringen, wo sie zunehmend Mangelware wird – etwa in ländliche Räume. Medizinische Versorgungszentren jenseits der Ballungsgebiete würden für Ärzte wieder attraktiver, weil sie nicht zwingend vor Ort wohnen müssen oder täglich lange Anfahrtswege in Kauf nehmen müssten.</p><p><strong>Grenzen der Vernetzung</strong></p><p>Trotz des großen Potenzials: Nicht jede ärztliche Tätigkeit lässt sich ortsunabhängig erbringen. In der Radiologie müssen Geräte betrieben und Patienten vor Ort betreut werden. Chirurgische Eingriffe erfordern weiterhin qualifizierte Teams am Operationstisch. Ebenso ist die persönliche Untersuchung insbesondere bei unbekannten Patienten häufig unverzichtbar. Digitale Lösungen ersetzen daher nicht den Arzt vor Ort. Sie erweitern vielmehr dessen Möglichkeiten und sorgen dafür, dass Spezialwissen dort verfügbar wird, wo es gebraucht wird.</p><p><strong>Fazit</strong></p><p>Bestehen bleibt dennoch: Wenn wir weiter nur den Ärztemangel thematisieren und nicht auch das Verteilungsproblem adressieren, werden wir die Herausforderungen in der Versorgung nicht bewältigen – vor allem nicht vor dem Hintergrund des aktuellen Kostendrucks. Denn die Lösung liegt nicht ausschließlich in der Ausbildung zusätzlicher Mediziner. Viel entscheidender wird sein, vorhandene Expertise deutlich breiter zur Verfügung zu stellen. Wir müssen Wege finden, den Ort der Befundung vom Ort des Patienten zu trennen. Die Technologie dafür ist vorhanden, die ersten Praxisbelege liegen vor. Nun geht es darum, diese Ansätze auf breiter Front umzusetzen.</p><p>Quelle: PD Dr. Nora Sommer </p>								</div>
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