Wer soll Patientinnen und Patienten kĂŒnftig digital zum passenden Arzt lotsen? Die einzelne Krankenkasse per App oder eine zentrale Plattform rund um die 116 117? Die KBV warnt vor einem Flickenteppich aus bis zu 90 verschiedenen Insellösungen. Und wer haftet eigentlich, wenn die digitale ErsteinschĂ€tzung danebenliegen sollte?
Die SBK hat die KBV-Lösung in ihre App integriert und geht damit fĂŒr ihre Versicherten keine Kompromisse ein. UnabhĂ€ngig davon, wie das gesundheitspolitische Berlin entscheiden sollte.
Die SBK hat die KBV-Lösung in ihre App integriert und geht damit fĂŒr ihre Versicherten keine Kompromisse ein. UnabhĂ€ngig davon, wie das gesundheitspolitische Berlin entscheiden sollte.
SpĂ€testens seit Anfang dieses Jahrzehnts ist landlĂ€ufig bekannt, dass einerseits Krankheitssymptome innerhalb weniger Stunden â beispielsweise ĂŒber Nacht â auftreten können und dass man andererseits mit manchen dieser Symptome nicht unbedingt Zeit in einem vollgestopften hausĂ€rztlichen Wartezimmer verbringen sollte. Eine ErsteinschĂ€tzung per App mit anschlieĂender Terminvermittlung auf Knopfdruck scheint die fĂŒr alle Seiten beste Lösung darzustellen. Ein weiterer Vorteil ist, dass durch die sogenannte digitale Patientensteuerung Menschen schneller in die passende Versorgungsebene befördert werden können. Soweit die Theorie.
Strittig ist nĂ€mlich, welche Infrastruktur dafĂŒr schlussendlich sorgen soll. WĂ€hrend der GKV-Spitzenverband auf die App-Lösungen der einzelnen Krankenkassen setzt, fordert die KassenĂ€rztliche Bundesvereinigung (KBV) eine zentrale Plattform, die auf dem Ăkosystem um die 116 117 basiert. Im gleichen Atemzug warnt sie vor bis zu 90 unterschiedlichen Zugangswegen und einem möglichen Chaos fĂŒr Patientinnen und Patienten. KBV-Chef Andreas Gassen warnt: âWir laufen gerade mit Ansage ins Chaos.â
Quelle: Johannes KapferÂ
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