Energiehilfen – Neue pauschale Milliardenhilfe fĂŒr Deutschlands Kliniken

Die deutschen KrankenhĂ€user sollen weitere 2,5 Milliarden Euro als direkte pauschale UnterstĂŒtzung zur Finanzierung der hohen Energiekosten erhalten. Das hat Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) mitgeteilt.

Die Bundesregierung will die KrankenhĂ€user in Deutschland mit erleichterten Milliardenhilfen entlasten. So sollten von 4,5 Milliarden Euro, die den Kliniken aus dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) des Bundes zur VerfĂŒgung stĂŒnden, weitere 2,5 Milliarden als direkte pauschale UnterstĂŒtzung fĂŒr eine bessere Abdeckung der hohen Energiekosten fließen, teilte Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) mit. Dies folge dem Beispiel einer ersten Tranche von 1,5 Milliarden Euro entsprechender pauschaler UnterstĂŒtzung. Ansonsten sind die Hilfen aus dem WSF von den tatsĂ€chlichen Kosten der einzelnen Kliniken abhĂ€ngig.

Lauterbach verwies auf SchĂ€tzungen, nach denen wohl jedes dritte Krankenhaus in Deutschland insolvenzgefĂ€hrdet sei. Er wolle vermeiden, dass viele KrankenhĂ€user nicht durchhalten, bis die derzeit geplante große Klinikreform der Bundesregierung greife. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) begrĂŒĂŸte die pauschale Freigabe der Mittel, mahnte allerdings einen nachhaltigen Inflationsausgleich jenseits kurzfristiger Hilfspakete an. 

Das Geld muss nun zĂŒgig und verlĂ€sslich in den KrankenhĂ€usern ohne weitere unnötige BĂŒrokratie ankommen. 

Offenbar hĂ€tten Lauterbach und die Bundesregierung eingesehen, „dass die bisherige Gestaltung der Energiehilfen fĂŒr die KrankenhĂ€user nicht funktioniert hat und die meisten KrankenhĂ€user trotz massiv gestiegener Kosten keine UnterstĂŒtzung abrufen konnten“, sagte der DKG-Vorstandsvorsitzende Dr. Gerald Gaß. Das Geld mĂŒsse nun zĂŒgig und verlĂ€sslich in den KrankenhĂ€usern ohne weitere unnötige BĂŒrokratie ankommen. Vorbild dafĂŒr seien die Anfang des Jahres bereits geflossenen pauschalen Zahlungen.

Die Lage der Kliniken bleibe aber weiterhin hoch problematisch, so die DKG. Die angekĂŒndigten 2,5 Milliarden Euro wĂŒrden die inflationsbedingte Kosten-ErlöslĂŒcke bis etwa Mitte April dieses Jahres ausgleichen. Danach werde sich das Defizit der KrankenhĂ€user erneut stetig um monatlich 740 Millionen Euro erhöhen. Deshalb könne kaum ein Krankenhaus seine Ausgaben noch durch laufende Einnahmen finanzieren.

Quelle: dpa/DKG/koj