Gemeinsamer Jahreskongress DGGG & DGG

Wie verĂ€ndert sich die Altersmedizin? Der gemeinsame Gerontologie-Geriatrie-Kongress in Frankfurt zeigt, welche neuen Impulse Forschung und innovative Versorgungsmodelle fĂŒr die Altersmedizin setzen.

In Frankfurt am Main treffen sich rund 1.000 Teilnehmende zum Gemeinsamen Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft fĂŒr Gerontologie und Geriatrie (DGGG) und der Deutschen Gesellschaft fĂŒr Geriatrie (DGG), um innovative Versorgungsmodelle und die neuesten Forschungsergebnisse der Altersmedizin zu diskutieren. Das Motto: „Zukunft Alter(n): Perspektiven im Umbruch.“

Die viertĂ€gige Veranstaltung auf dem Campus Westend der Goethe-UniversitĂ€t verbindet Keynote-VortrĂ€ge, interdisziplinĂ€re Symposien und Workshops in einem neuen Format: Erstmals wird die Dauer aller Sessions auf 75 Minuten angepasst. „Diese wesentliche Neuerung im Programmdesign wird den wissenschaftlichen Austausch noch dynamischer gestalten“, erklĂ€rte DGG-KongressprĂ€sident Prof. Michael Denkinger. „Wir wollen deutlich mehr Raum fĂŒr fachliche Diskussionen und den aktiven Wissenstransfer zwischen Podium und Publikum schaffen.“

Im Mittelpunkt stehen neueste Erkenntnisse unter anderem zur SturzprĂ€vention, Dysphagie, Frailty und zum Deprescribing. Auch die Frage nach dem Stellenwert der Geriatrie in der neuen Gesundheitspolitik wird diskutiert. In diesem Jahr geschieht dies zudem mit aktiver UnterstĂŒtzung der Fachgesellschaften aus der Schweiz, Österreich und Luxemburg. „Neue Entwicklungen, etwa in den Bereichen der biogerontologischen Alternsforschung („Is Aging a disease?“), neuer Medikamente bei bestimmten Demenzformen, der interprofessionellen Alternsforschung, wie auch der Forschung zu den Kosten von Ageism, mĂŒssen uns beschĂ€ftigen und werden deshalb vor Ort Themen sein“, betonte Prof. Hans-Werner Wahl, KongressprĂ€sident der DGGG.

Auch die Digitalisierung eröffnet neue Perspektiven fĂŒr die Altersmedizin. VortrĂ€ge wie „Digitale Daseinsvorsorge und Alter(n) in lĂ€ndlichen Regionen“ oder „Digitale und technische Interventionsangebote bei psychogeriatrischen Erkrankungen“ beleuchten dabei sowohl konkrete und innovative Anwendungsmöglichkeiten als auch strukturelle Herausforderungen. Weitere Schwerpunkte sind Forschungsdaten, pflegetechnologische Teilhabe, neue TherapieansĂ€tze sowie die Potenziale und Herausforderungen unterschiedlicher Versorgungsstrukturen in der Altersmedizin.

Quelle: Serina Sonsalla

 

  
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