Ob im Behandlungsverlauf, der Diagnose oder Therapie: Ärztinnen und Ärzte sowie medizinisches Fachpersonal verbringen einen Großteil ihrer Arbeit mit administrativen Aufgaben. KI kann dabei helfen.
In Deutschland fallen durchschnittlich drei Stunden für Dokumentationsarbeiten an. Ein Umstand, der häufig keinen Nutzen für die qualitative Patientenversorgung hat und das Arzt-Patienten-Verhältnis belastet.
Das australische Unternehmen HealthTech Heidi ändert dies und expandiert in den DACH-Raum. Im neu eröffneten Berliner Büro verantwortet Dr. Hendrik Steenfadt, ausgebildeter Arzt und vorheriger Venture-Capital-Investor im HealthTech-Team von Speedinvest, die Expansion.
Das Unternehmen ist der KI-gestützte Allrounder, der Praxen, Kliniken und Fachärzten zur Seite steht und ihre Kapazitäten für eine qualitativ verbesserte Patientenversorgung erweitert – unter anderem durch die Automatisierung klinischer Dokumentation oder die Nachbereitung von Patientenkommunikation.
Hunderttausende Ärztinnen und Ärzte sowie medizinische Fachkräfte aus mehr als 200 Fachrichtungen nutzen Heidi bereits, um die administrative Belastung zu reduzieren. Seit dem Launch im Februar 2024 hat das Unternehmen 85 Millionen Patientenkonsultationen unterstützt und mehr als 31 Millionen Arbeitsstunden für Ärztinnen und Ärzte im klinischen Alltag freigesetzt – in 110 Sprachen und 190 Ländern.
KI-Unterstützung mit klarer ärztlicher Verantwortung
Dabei trifft Heidi keine medizinischen Entscheidungen. Diagnostik, Interpretation und Therapie bleiben in der Verantwortung der Ärztinnen und Ärzte. Das Unternehmen begleitet als KI-Unterstützer die Arbeit rund um die Versorgung und nicht die Versorgung selbst. Die Software ist leicht in bestehende Krankenhausinformations- (KIS)und Praxisverwaltungssysteme (PVS)integrierbar.
„Wir wollen mit Heidi ein Gesundheitssystem fördern, das die klinische Kapazität erweitert – ohne das Wohlbefinden der Behandelnden der Patienten zu gefährden.” – Dr. Thomas Kelly, CEO von Heidi
Technologie, um das überlastete System zu stabilisieren
Insbesondere in DACH wird der Einsatz von KI-Synergieeffekte erzeugen, die für Ärztinnen und Ärzte sowie für Patientinnen und Patienten gleichermaßen von Vorteil sein werden, wie die Praxis zeigt. Denn Heidi ist bereits in vielen medizinischen Einrichtungen in DACH fester Bestandteil.
Vertrauen, Sicherheit und Integration im Fokus
Viele Ärztinnen und Ärzte nutzen KI bereits informell zur Vorbereitung von Arztbriefen oder zur Strukturierung von Notizen. Das Unternehmen Heidi bietet für die Nutzung der Technologie einen klar definierten, sicheren und integrierten Ansatz. Grundlage ist das Notizen-Tool (der weltweit meistgenutzte medizinische „Scribe“), das mittlerweile Teil eines umfassenderen Care-Partner-Konzepts ist: KI als verlässliche Unterstützung im Hintergrund, nicht als Ersatz für ärztliche Kompetenz.
Für den Einsatz im DACH-Raum setzt das Unternehmen auf hohe Datenschutz- und Sicherheitsstandards, mit Servern in Deutschland und klaren Compliance-Strukturen.
Quelle: Heidi Health/HCM