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Künstliche Intelligenz - Mehr digitale Unterstützung für das Rettungswesen

Im neuen Projekt AI Rescue wird aktuell eine Studie am Beispiel der „Modellregion Gesundheit Lausitz“ erstellt, bei der mithilfe von Künstlicher.
Künstliche Intelligenz soll das Rettungswesen in Deutschland fit machen für die Zukunft. Ziel ist es, Einsatz- und Rettungskräften mittels intelligenter Technologien künftig mehr digitale Unterstützung für die notfallmedizinische Versorgung zur Verfügung zu stellen. Im neuen Forschungsprojekt AI Rescue erstellt ein interdisziplinäres Team von Wissenschaftlern unter Leitung der Björn Steiger Stiftung aktuell eine Machbarkeitsstudie am Beispiel der „Modellregion Gesundheit Lausitz“, wie mithilfe KI-basierter Datenanalyse die Arbeiten im Rettungswesen effektiver und effizient gestaltet werden können. Das Vorhaben wird vom Bundeministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) mit fast 100 000 Euro gefördert.
Zwar hat die Digitalisierung auch in Deutschland Einzug in das Rettungswesen gehalten, allerdings entwickelt sich dieser Prozess im europäischen Vergleich relativ langsam und bundesweit unterschiedlich schnell. Das Potenzial der Künstlichen Intelligenz ist groß, der Bedarf an praxistauglichen, KI-basierten Systemen, die helfen, datenbasierte Entscheidungen vorzubereiten, ist hoch.
Hier setzt das Projekt AI Rescue an. Teil der Machbarkeitsstudie „KI-gestützte Datenanalyse und Simulation des Rettungswesens“ ist die Entwicklung einer Simulation als Demonstrator für den Einsatz Künstlicher Intelligenz im Rettungswesen am Beispiel der „Modellregion Gesundheit Lausitz“. Im Rahmen des geplanten Lausitzer Zentrums für Künstliche Intelligenz (LZKI) simulieren Wissenschaftler der BTU Cottbus-Senftenberg unter der Leitung von Prof. Armin Fügenschuh, Fachgebiet Ingenieurmathematik und Numerik, eine Rettungskette von der Leitstelle über den Rettungswagen bis hin zum Notarzt. Im Fokus steht die Einbettung von Methoden der Künstlichen Intelligenz zur Vorhersage der Auswirkungen operativer, taktischer und strategischer Entscheidungen.
Im dem Projekt arbeiten vier Partner zusammen: Die Björn Steiger Stiftung, das Brandenburgisches Institut für Gesellschaft und Sicherheit gGmbH, die Brandenburgische Technische Universität Cottbus Senftenberg und das Hasso-Plattner-Institut. Neben der Entwicklung einer Simulation als Demonstrator für den Einsatz von KI im Rettungswesen steht auch die die Analyse der gegenwärtigen politischen, ökonomischen und rechtlichen Rahmenbedingungen im Mittelpunkt. Im Vorhaben werden konkrete Potenziale der für eine Verbesserung von Mobilitätsaspekten der Rettungskette durch KI identifiziert. Die Machbarkeitsstudie soll im Oktober 2021 abgeschlossen werden und ein Umsetzungskonzept für innovative Konzepte enthalten.
Quelle: BTU/BMVI