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Neuer Investor für DRK-Kliniken Nordhessen gesucht

Im Zuge der angestrebten Sanierung der insolventen DRK-Kliniken Nordhessen gGmbH hat die Investorensuche begonnen. Nachdem die Verkaufsbemühungen vor der Insolvenz abgebrochen worden waren, hat der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Franz-Ludwig Danko einen neuen Investorenprozess aufgesetzt.
Die in Insolvenz geratenen DRK-Kliniken Nordhessen sollen durch einen neuen Investorenprozess, der vom vorläufigen Insolvenzverwalter Dr. Franz-Ludwig Danko angestoßen wurde, aus den roten Zahlen geholt werden. Geschäftsbetrieb und Patientenversorgung seien davon nicht betroffen und laufen in vollem Umfang weiter.
Im Rahmen des vorläufigen Insolvenzverfahrens haben die beiden Geschäftsführern Claudia Nehrig und PD Dr. med. Christian Roth zusammen Danko den Klinikbetrieb stabilisiert und den Fokus daraufgelegt, die Löhne und Gehälter der Beschäftigten zu sichern. Jetzt werden die zur Sanierung notwendigen Schritte vorangetrieben. Dazu arbeitet Danko gemeinsam mit seinem Team ein Sanierungskonzept für die DRK-Kliniken Nordhessen aus.
Die Optionen sind sowohl eine Investorenlösung, d.h. die Übertragung an einen finanzstarken neuen Gesellschafter, als auch eine Art Vergleich mit den Gläubigern im Wege eines sogenannten Insolvenzplans. "Wir prüfen ergebnisoffen beide Möglichkeiten", so Danko, der sich dazu eng mit dem vorläufigen Gläubigerausschuss abstimmt.
Für die Investorensuche hat der vorläufige Gläubigerausschuss nach einem Auswahlverfahren die spezialisierte M&A-Beratung "One Square Advisors" beauftragt. Diese hat bereits die Arbeit aufgenommen und spricht derzeit gezielt mögliche Interessenten an. "Wir beginnen bei der Investorensuche nicht bei null, sondern knüpfen nahtlos an die Vorarbeit an, die in den vergangenen Monaten geleistet wurde", betonte Danko. "Die Resonanz bisher ist erfreulich, mehrere Interessenten prüfen bereits die Zahlen und Daten der Kliniken."
Bei der Ausarbeitung des Sanierungskonzepts wird Danko von der Unternehmensberatung Roland Berger unterstützt. Auch diese ist vom vorläufigen Gläubigerausschuss mandatiert worden. Patientenversorgung und Klinikbetrieb gehen unterdessen normal weiter, auch die Versorgung mit allen notwendigen Medikamenten und Betriebsmitteln ist sichergestellt.
"Alle Lieferanten halten uns weiter die Stange und werden im Insolvenzverfahren auch ganz normal bezahlt", unterstrich Danko.
Seit dem 25. Juli 2021 befindet sich das zweitgrößte Krankenhaus in der Region Kassel, DRK-Kliniken Nordhessen, in einem vorläufigen Insolvenzverfahren. DRK-Kliniken Nordhessen beschäftigen ca. 520 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an seinen zwei Standorten in Kassel-Wehlheiden und Kaufungen. Dazu zählen ca. 200 Rotkreuzschwestern der DRK-Schwesternschaft Kassel, die in den DRK-Kliniken Nordhessen tätig sind.
Quelle: Danko Insolvenzverwaltung