News aus der Branche

Polizei findet gestohlene Desinfektionsmittel der Uniklinik Münster

Drei Wochen nach dem Desinfektionsmittel-Raub in der Uniklinik Münster hat die Polizei Täter und Beute aufgespürt. Der Kosmetik-Konzern Beiersdorf stellt im Kampf gegen das Coronavirus nun Desinfektionsmittel her.
Rund drei Wochen nach dem Diebstahl von Desinfektionsmitteln in der Uniklinik Münster hat die Polizei ein Teil der Beute sichergestellt. Ein 28-Jähriger aus Havixbeck im Münsterland steht unter Verdacht, die Flaschen mit 100 Litern gestohlen und zum Verkauf im Internet angeboten zu haben. Zeugen hatten die Ermittler auf seine Spur gebracht, wie die Polizei in Münster und Coesfeld am Donnerstag mitteilten. Der Mann bestreitet, etwas mit dem Diebstahl zu tun zu haben. Die Beute hatte die Polizei in seiner Wohnung gefunden. Über den Einbruch in ein Lager der Uniklinik Ende Februar hatte der Ärztliche Direktor Hugo Van Aken Anfang März bei einer Pressekonferenz zu einem mit dem Corona-Virus infizierten Mann aus dem Iran berichtet.
Gesteigerte Herstellung von Desinfektionsmitteln
Der Kosmetik-Konzern Beiersdorf startet in der Coronakrise die Herstellung von medizinischen Desinfektionsmitteln. So kann gegen Knappheit und Panik vorgesorgt werden. Im ersten Schritt werden mindestens 500 Tonnen Desinfektionsmittel in den Produktionswerken in Hamburg, Waldheim (Sachsen) und Tres Cantos bei Madrid hergestellt, teilte Beiersdorf mit. In enger Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden sollen die Mittel Institutionen und Berufsgruppen zur Verfügung gestellt werden, die gegen das Coronavirus im Einsatz sind.
Quelle: dpa