Immer mehr Menschen nutzen den digitalen Weg, um ihre Entscheidung zur Organ- und Gewebespende zu dokumentieren. Die ErklÀrung zur Organspende kann per Organspendeausweis oder GesundheitsID geschehen
Ob die eigenen Organe nach dem Tod gespendet werden, kann jeder Mensch zu Lebzeiten festlegen. Dies kann ĂŒber den traditionellen Weg des Organspendeausweises, durch Eintrag in das Organspende-Register oder ĂŒber die elektronische Patientenakte vonstattengehen. Es ist möglich, sich fĂŒr, teilweise fĂŒr oder auch gegen eine Spende auszusprechen.
Das Bundesinstitut fĂŒr Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) dokumentierte in seinem Jahresbericht 2025 eine zunehmende Nutzung des Organspende-Registers. Allein im Jahr 2025 wurden rund 223.000 ErklĂ€rungen im Register abgegeben. âMit einem Eintrag im Organspende-Register schaffen BĂŒrgerinnen und BĂŒrger Klarheit â selbstbestimmt, sicher und jederzeit abrufbar. Damit entlasten sie zugleich Angehörige und medizinisches Personal in einer ohnehin belastenden Situationâ, sagte BfArM-PrĂ€sident Prof. Dr. Karl Broich.
Eine weitere Möglichkeit ist, die ErklÀrung in der elektronischen Patientenakte der Krankenkasse abzugeben. Sowohl bei der ePA als auch beim Register kann dazu die GesundheitsID genutzt werden. Wie die gematik mitteilt, seien bislang etwa 300.000 ErklÀrungen per digitaler IdentitÀt eingegangen. Aktuell seien es rund 400 pro Tag.
âDies zeigt, dass die AttraktivitĂ€t der GesundheitsID mit weiteren AnwendungsfĂ€llen steigtâ, sagt Christian Dransfeld, Produktmanager digitale IdentitĂ€ten bei der gematik. âIch kann mit meiner GesundheitsID auf meine ePA zugreifen, E-Rezepte verwalten und einlösen und auch meine ErklĂ€rung fĂŒr die Organ- und Gewebespende abgeben. Hieran wird auch die zunehmende Vernetzung der Gesundheitsversorgung deutlich. Davon profitieren letztendlich alle.â
Quelle: Susanne EhneĂ
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