Stimmen der Wissenschaft – Das ist Lauterbachs neuer Sachverständigenrat

Bundesgesundheitsminister Prof. Karl Lauterbach hat sieben Professorinnen und Professoren für den nächsten Sachverständigenrat Gesundheit und Pflege berufen. Sechs von ihnen sind neu in dem unabhängigen Gremium.

Von 1999 bis 2005 gehörte Karl Lauterbach dem Gremium selbst an, jetzt hat der aktuelle Bundesgesundheitsminister es neu besetzt und die sieben künftigen Mitglieder berufen: Seit dem 1. Februar 2023 bilden sieben Professorinnen und Professoren aus den Bereichen Medizin, Ökonomie, Versorgungsforschung und Pflegewissenschaft den neuen Sachverständigenrat Gesundheit und Pflege (SVR). Bis auf Prof. Dr. Jonas Schreyögg, den Wissenschaftlichen Direktor des Hamburg Center for Health Economics (HCHE) an der Universität Hamburg, sind alle neu in dem wichtigen, unabhängigen Gremium.

 

Diese Mitglieder hat Karl Lauterbach in den Sachverständigenrat berufen:

  • Prof. Nils Gutacker, Professor fĂĽr Health Economics an der University of York, UK
     
  • Prof. Dr. Michael Hallek, Direktor der Klinik fĂĽr Innere Medizin an der Uniklinik Köln und stellvertretender Direktor des Centrums fĂĽr Integrierte Onkologie Aachen Bonn Köln DĂĽsseldorf (CIO)
     
  • Prof. Dr. Stefanie Joos, Lehrstuhlinhaberin fĂĽr Allgemeinmedizin in TĂĽbingen und ärztliche Direktorin des Instituts fĂĽr Allgemeinmedizin und interprofessionelle Versorgung des Universitätsklinikums TĂĽbingen
     
  • Prof. Dr. PH Melanie Messer, Professorin fĂĽr Pflegewissenschaft mit dem Schwerpunkt Klinische Pflege ĂĽber die Lebensspanne an der Universität Trier
     
  • Prof. Dr. Jochen Schmitt, Professor fĂĽr Sozialmedizin und Versorgungsforschung an der Technischen Universität Dresden und Direktor des Zentrums fĂĽr Evidenzbasierte Gesundheitsversorgung (ZEGV) der Dresdner Hochschulmedizin
     
  • Prof. Dr. Jonas Schreyögg, Wissenschaftlicher Direktor des Hamburg Center for Health Economics (HCHE) an der Universität Hamburg
     
  • Prof. Dr. Leonie Sundmacher, Leiterin des Fachgebiets Gesundheitsökonomie an der Technischen Universität MĂĽnchen

 

Der ständige Austausch zwischen Wissenschaft und Politik gibt uns wichtige Impulse bei der Erneuerung unseres Gesundheitswesens und macht unsere Politik besser.

 

Die neuen Ratsmitglieder haben mit ihrer Berufung die Arbeit aufgenommen. Für die konstituierende Sitzung des Rates kommen sie am 28. Februar in Berlin zusammen. Dabei werden unter anderem der oder die Vorsitzende sowie eine Stellvertretung gewählt, teilt das Bundesgesundheitsministerium mit. Zudem werde der neue Rat mit Lauterbach „einen ersten Gedankenaustausch zu Herausforderungen des Gesundheitssystems“ führen.

Ein Gutachten pro Jahr

Der Sachverständigenrat wurde erstmals 1987 berufen. Seine Aufgabe ist es, die Entwicklung der gesundheitlichen Versorgung mit ihren medizinischen und wirtschaftlichen Auswirkungen zu analysieren und daraus Empfehlungen für eine bedarfsgerechte Versorgung von Patienten abzuleiten. Zudem soll er Möglichkeiten und Wege zur Weiterentwicklung des Gesundheitswesens aufzeigen. Im Abstand von in der Regel zwölf Monaten wird ein Gutachten erstellt und dem Gesundheitsminister übergeben.

Quelle: BMG/koj