Telemedizinisches Netzwerk H³ Health Harbor Hamburg startet in den Betrieb

Das telemedizinische Netzwerk H³ in Hamburg ist seit dem 24. August im Produktivbetrieb: Die ersten Häuser können nun Befunde und Bilddaten bereits digital austauschen.

Die H³-Infrastruktur ermöglicht den Datenaustausch über standardisierte Schnittstellen, wobei die Daten weiterhin dezentral in den jeweiligen Häusern gespeichert bleiben.

Schneller digitaler Datenabruf statt CDs oder Papier: Für die ersten Krankenhäuser der Initiative Health Harbor Hamburg (H³) ist das jetzt Realität. Seit dem 24. August ist das telemedizinische Netzwerk im Produktivbetrieb. Die ersten Kliniken können nun mit Einwilligung der Patientinnen und Patienten MRT- und CT-Bilder, Endoskopiebefunde oder Entlassungsberichte über standardisierte und sichere Schnittstellen untereinander austauschen. Das spart Zeit, zudem können Doppeluntersuchungen vermieden werden. Die Daten bleiben dabei weiterhin dezentral in den jeweiligen Einrichtungen gespeichert.

Zunächst sind drei Häuser in den Live-Betrieb gestartet, alle weiteren der insgesamt 20 teilnehmenden Kliniken sollen bis Ende des Jahres angeschlossen werden. Produktiv angebunden, und damit „technisch ready“, sind schon jetzt mehrere Krankenhäuser. Der Live-Betrieb schließt demgegenüber auch ein, dass die Prozesse, etwa in der Patientenaufnahme, abgestimmt sind und die Einwilligung der Patientinnen und Patienten vorliegt.

Die H³- Infrastruktur ist skalierbar und, wie die Hamburger Sozialbehörde betont, somit auch für die Anbindung weiterer Krankenhäuser und ambulanter Praxen geeignet.

Das Projekt Health Harbor Hamburg wird von der Sozialbehörde und dem Bundesamt für Soziale Sicherung im Rahmen des Krankenhausstrukturfonds mit rund 18 Millionen Euro gefördert.

Quelle: Nicola Hauptmann